Volkswagen Tiguan
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VW Tiguan bleibt mindestens bis 2035 in Produktion

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 09.03.2026

Der kompakte SUV Volkswagen Tiguan verschwindet so schnell nicht vom Markt. Volkswagen will die Laufzeit des Modells deutlich verlängern und den Tiguan mindestens bis 2035 weiterbauen. Geplant sind zwei große Modellpflegen, die den Tiguan auch dann wettbewerbsfähig halten sollen, wenn Elektroautos ihren Marktanteil weiter ausbauen.

Auf den ersten Blick wirkt die Entscheidung konservativ. Tatsächlich steckt dahinter eine sorgfältig kalkulierte Strategie. Die elektrische Zukunft rückt näher, doch Volkswagen will eines seiner erfolgreichsten Modelle nicht vorschnell auslaufen lassen.

Daniela Cavallo, Vorsitzende des Volkswagen Betriebsrats, skizzierte den Plan bei einer Mitarbeiterversammlung in Wolfsburg.

Die aktuelle Tiguan-Generation soll zwei umfangreiche Updates erhalten. Die erste große Überarbeitung ist für 2028 vorgesehen, gefolgt von einer tiefergehenden Überarbeitung im Jahr 2031. Damit soll sich die Produktionszeit des Modells mindestens bis 2035 verlängern.

In der Automobilwelt entspricht das faktisch einer doppelten Modellpflege. Üblicherweise bleibt eine Generation sieben oder acht Jahre im Programm. Beim Tiguan wird dieser Zyklus deutlich gestreckt.

Der Tiguan ist weit mehr als nur ein weiteres Modell im Volkswagen-Programm. Er zählt weiterhin zu den beliebtesten Fahrzeugen der Marke, weltweit wurden mehr als acht Millionen Exemplare verkauft.

Der Erfolg folgt einer einfachen Formel. Der Tiguan kombiniert überschaubare Abmessungen mit dem Platzangebot, das man von einem Familienauto erwartet, und bietet eine breite Auswahl an Motoren.

Dazu kommt die für Volkswagen typische, zurückhaltende und breit anschlussfähige Designsprache. Das Ergebnis ist ein vielseitiger SUV, der bei vielen Käufern regelmäßig auf der Auswahlliste steht.

Auch wenn der Tiguan Verbrennungsmotoren behält, gewinnt die Elektrifizierung zunehmend an Bedeutung.

Von den kommenden Updates werden mehr elektrifizierte Antriebe erwartet, um die verschärften europäischen Emissionsvorgaben zu erfüllen. Mildhybrid- und Plug-in-Hybrid-Technik dürften im Verlauf des Jahrzehnts eine größere Rolle spielen.

Parallel dazu ordnet Volkswagen sein SUV-Portfolio neu. Die Tiguan-Variante mit langem Radstand wurde bereits durch ein neues Modell ersetzt: den Volkswagen Tayron, der die Rolle eines größeren Familien-SUV mit sieben Sitzen übernimmt.

Damit erhält der Tiguan ein klareres Profil als klassischer Kompakt-SUV.

Gleichzeitig laufen die Elektroprojekte weiter. Der elektrische Volkswagen ID.4 könnte in einigen Märkten künftig den Namen ID Tiguan tragen, um von der starken Bekanntheit des Modellnamens zu profitieren.

Während Hersteller weiter von einer elektrischen Revolution sprechen, deuten Verkaufszahlen darauf hin, dass Autos mit Verbrennungsmotor noch über Jahre relevant bleiben. In diesem Kontext fungiert der Tiguan als verlässlicher Anker. Sollte der Umstieg auf Elektrofahrzeuge langsamer verlaufen als erwartet, hat Wolfsburg weiterhin einen vertrauten SUV im Angebot, der sich praktisch von selbst verkauft.