Volvo EX60
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Volvo EX60: Skandinavischer Purismus trifft unsichtbare Technik

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 16.01.2026

Volvo gewährt erstmals Einblicke in das Interieur seines kommenden Elektro-SUVs EX60 und bestätigt damit einen radikalen Kurswechsel: Statt riesiger Bildschirme setzt man auf intelligente, nahezu unsichtbare Technologien. Der EX60, der den erfolgreichen XC60 ablösen wird, ist das erste Modell auf der neuen SPA3-Plattform. Im Innenraum herrscht minimalistisches Design; laut Volvo-Ingenieuren müssen Fahrer keine verschachtelten Menüs mehr bedienen, da das neue Betriebssystem Bedürfnisse vorausschauend erkennt und Informationen nur bei Bedarf anzeigt.

Die auffälligste Neuerung findet sich am Armaturenbrett: Herkömmliche Tasten sind verschwunden. Stattdessen dominiert ein fortschrittliches Augmented-Reality-Head-up-Display, das fast das gesamte Sichtfeld des Fahrers abdeckt. Navigationshinweise und wichtige Fahrdaten werden direkt auf die Straße projiziert – das klassische Kombiinstrument wird damit praktisch überflüssig. Im Innenraum kommen nachhaltige Textilien und Hölzer zum Einsatz, die berührungssensitive Flächen verbergen. So bleibt die Optik klar und beruhigend, während die Funktionalität erst dann sichtbar wird, wenn sich eine Hand nähert.

Volvo betont, der EX60 sei weit mehr als ein weiteres Elektroauto: Er versteht sich als „Computer auf Rädern“, der kontinuierlich dazulernt. Möglich macht das der neue NVIDIA DRIVE Orin Chip, der das Fahrzeug in die Lage versetzt, das Innenraumgeschehen in Echtzeit zu analysieren. Müdigkeit oder emotionale Zustände des Fahrers werden erkannt und führen zu automatischen Anpassungen von Licht oder Audio. Dank integrierter Google-Dienste bleibt das digitale Erlebnis nahtlos – ganz ohne umständliche Smartphone-Bedienung.

Seine Weltpremiere feiert der EX60 offiziell am 21. Januar 2026, die Produktion startet voraussichtlich im ersten Halbjahr. Offizielle Preise nennt Volvo noch nicht, doch Brancheninsider rechnen mit einem Einstieg zwischen 50.000 und 60.000 Euro. Damit zielt der EX60 direkt auf das Tesla Model Y und die deutschen Premium-Konkurrenten.