Volkswagen zeigt Golf R 24H als Prototyp für das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring
Volkswagen R hat das Konzeptfahrzeug Golf R 24H vorgestellt und damit einen ersten Ausblick auf das Auto gegeben, das 2027 beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring antreten soll. Das Projekt entsteht gemeinsam mit Max Kruse Racing und fällt mit dem 25. Jubiläum von Volkswagen R zusammen.
Auf Basis des aktuellen Golf R entsteht ein Rennprototyp mit Allradantrieb, ausgelegt auf die besonderen Belastungen der Nürburgring-Nordschleife. Technische Details nennt Volkswagen noch nicht, macht aber eines deutlich: Der Golf R 24H ist kein Serienmodell. Er ist ein früher Ausblick auf ein Rennfahrzeug für 2027.
Optisch entfernt sich der Prototyp deutlich vom normalen Golf R. Die Karosserie ist breiter, der Frontsplitter fällt wesentlich aggressiver aus, am Heck kommen ein großer Diffusor und ein markanter Flügel hinzu. Das ist kein Designpaket mit etwas mehr Show. Das ist ein Golf R, zugeschnitten auf den Einsatz auf der Rundstrecke.
Volkswagen entwickelt das Rennprogramm gemeinsam mit Max Kruse Racing. Team-Mitgründer Benjamin Leuchter leitet das Projekt und ist zudem an der Abstimmung sportlicherer Serienmodelle von Volkswagen beteiligt. Nach Angaben von Volkswagen bietet das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring der Marke R die Möglichkeit, sich unter echten Wettbewerbsbedingungen zu beweisen.
Der Golf R 24H ist derzeit keine Sonderedition, die Kunden bestellen könnten. Er ist ein Statement-Car. Volkswagen nutzt den Nürburgring zugleich als Testlabor, Marketingbühne und Identitätsstifter für die Marke R. Zynisch vielleicht, aber völlig logisch.
Auch der Zeitpunkt ist wichtig. 2027 jährt sich die Premiere des Golf R32, jenes Modells, mit dem die Geschichte von Volkswagen R begann, zum 25. Mal.
Welcher Motor eingesetzt wird, wie hoch die Leistung ausfällt und in welcher Rennklasse das Auto startet, hält Volkswagen weiterhin unter Verschluss. Die Botschaft ist dennoch klar genug: Der Golf R soll mehr sein als nur ein schneller Kompakter. Er soll wieder als Auto wahrgenommen werden, dessen technischer Ruf auf der Rennstrecke erarbeitet wurde und nicht nur im Prospekt aufpoliert ist.