Tesla Cybertruck: Preissprung nach Billig-Variante
Tesla zeigt erneut, dass seine Preisgestaltung eher an Börsenspekulation als an klassische Automobilherstellung erinnert. Nur zehn Tage nachdem Elon Musk die bislang günstigste Allradversion des Cybertruck für 59.990 Dollar, etwa 55.000 Euro, angekündigt hatte, zog der Preis Anfang März kräftig an.
Der neue Einstiegspreis liegt nun bei 69.990 Dollar – ein nächtlicher Anstieg um rund 17 Prozent.
Ein zehntägiges Schnäppchen
Am 20. Februar 2026 überraschte Tesla den Markt mit einer Dual Motor AWD-Version, die als erschwinglichere Alternative zur bisherigen 80.000-Dollar-Topvariante positioniert wurde. Musk stellte auf Social Media klar, dass das Angebot nur zehn Tage gelten würde. Er hielt Wort.
Ab dem 1. März zeigte der Konfigurator den höheren Preis, und auch die attraktive Leasingoption verschwand stillschweigend.
Diese abrupte Anpassung befeuerte Spekulationen. Der niedrigere Preis könnte die Nachfrage kurzfristig explodieren lassen haben, sodass sich die Lieferzeiten bis Ende 2026 oder sogar 2027 verschoben. Die Produktion des Tesla Cybertruck bleibt aufwendig und teuer, nicht zuletzt wegen der Edelstahlkarosserie. Die 59.990 Dollar wirkten eher wie ein Marketinghebel als eine nachhaltige Margenstrategie.
Zurück auf bekanntem Terrain
Mit 69.990 Dollar liegt der Einstiegspreis nun auf dem Niveau der zuvor gestrichenen Heckantriebsvariante, für die sich ohnehin kaum jemand interessierte. Auf dem Papier bleibt das aktuelle Basismodell deutlich leistungsfähiger als die früheren Sparversionen. Zwei Motoren und Allradantrieb bringen spürbare Vorteile bei Performance und Traktion.
Trotzdem schmerzt ein Preissprung von 10.000 Dollar in weniger als zwei Wochen. Für Käufer bestätigt sich, dass Teslas Preise volatil und oft reaktiv sind. Für Investoren zeigt sich ein Unternehmen, das die Nachfrageelastizität in Echtzeit austestet.
In der klassischen Autobranche bestimmen Modelljahre die Preise. Bei Tesla reicht dafür schon ein halber Monat.