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Southwest Airlines verschärft Regelung für Übergewichtige: Zusatzsitz muss vorab gekauft werden

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 27.08.2025

Southwest Airlines verabschiedet sich weiter von ihrem einst kundenfreundlichen Image. Ab dem 27. Januar 2026 verlangt die US-Fluggesellschaft von Passagieren, die nicht in einen Standardsitz zwischen die Armlehnen passen, den Kauf eines zweiten Sitzplatzes im Voraus. Mit der Einführung fester Sitzplatzzuweisungen entfällt das bisherige offene Sitzplatzsystem. Rückerstattungen für den Zusatzsitz sind zwar weiterhin möglich, jedoch an strenge Bedingungen geknüpft: Beide Sitze müssen in derselben Buchungsklasse liegen, der Flug darf nicht ausgebucht sein und der Antrag auf Rückerstattung muss innerhalb von 90 Tagen nach Reiseantritt gestellt werden. Zuvor konnten betroffene Fluggäste entweder einen zusätzlichen Sitz kaufen und automatisch erstattet bekommen oder diesen kostenfrei am Gate anfordern.

Die Airline begründet die Änderung mit dem Wunsch nach mehr „Platz“, doch die Hintergründe liegen auf der Hand: Investoreninteressen und wirtschaftliche Optimierung bestimmen zunehmend die Ausrichtung des Unternehmens. Parallel dazu werden kostenfreie Aufgabegepäckstücke gestrichen, Gebühren für Gepäck, mehr Beinfreiheit und Nachtflüge eingeführt. Diese Maßnahmen markieren eine deutliche Abkehr vom bisherigen Selbstverständnis als günstige und zugängliche Fluglinie.

Die Reaktion der Community übergewichtiger Reisender fällt entsprechend kritisch aus. Die Aussicht, doppelt zahlen zu müssen und womöglich keine Erstattung zu erhalten, schreckt viele ab und gefährdet die Kundenbindung. Die Neuausrichtung der Richtlinien wirft grundlegende Fragen zu Barrierefreiheit, Fairness und der künftigen Positionierung von Billigfluggesellschaften auf.