Renault Filante
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Renault Filante: Französischer Gigant startet in Korea

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 06.01.2026

Renault enthüllt am 13. Januar den neuen Filante Crossover. Das große, selbstbewusste und durchaus auffällige SUV der E-Klasse ist nicht für Europa gedacht, sondern wird in Südkorea gebaut. Renault macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen: Der Filante übertrifft alle bisherigen Crossover der Marke in den Abmessungen.

Bislang gibt es nur wenige Teaser-Bilder, doch sie zeigen bereits klar, welches Statement Renault setzen will. Die Karosserie trägt ein markant abfallendes Dach, die Seitenfenster verjüngen sich elegant nach hinten. Das Ergebnis ist eine SUV-Silhouette im Coupé-Stil, die bewusst auf optische Wirkung statt auf maximale Alltagstauglichkeit setzt – und das ganz ohne Entschuldigung.

Offizielle Maße nennt Renault noch nicht, bestätigt aber, dass der Filante größer ausfällt als Austral, Espace und Rafale. Damit ist klar: Hier tritt ein echter E-Klasse-SUV an, bei dem Raumangebot, Präsenz und Anspruch mindestens so wichtig sind wie das Markenlogo.

Gebaut wird der Filante im südkoreanischen Renault-Werk, wo seit 2024 auch der Grand Koleos vom Band läuft. Dieser basiert technisch weitgehend auf dem Geely Monjaro, verpackt in französisches Design.

Das nährt Spekulationen, dass auch der Filante auf einer Plattform der Geely-Gruppe steht. Renault schweigt dazu – was angesichts der immer engeren Zusammenarbeit mit Geely eher Zustimmung als Ablehnung signalisiert.

Eine Markteinführung in Europa ist nicht vorgesehen. Renault zielt mit dem Filante auf asiatische Märkte und wohl auch auf den Nahen Osten, wo ein großes, auffälliges SUV noch immer als Statussymbol gilt und nicht als Parkplatzproblem.

Der Name Filante ist kein Zufall: Er verweist auf den Rekordwagen Étoile Filante von 1956 und das jüngere Filante Record Concept. Letzteres legte im vergangenen Jahr 1008 Kilometer mit Autobahntempo ohne Nachladen zurück – mit einer 87-kWh-Batterie aus einem Serien-Renault und bei unter einer Tonne Gewicht. Renault erinnert nicht ohne Grund an diese Geschichte und lässt damit eine leise Andeutung in Sachen Effizienz im Raum stehen.

Europäische Hersteller setzen zunehmend auf asiatische Technik, um große, auffällige Fahrzeuge bezahlbar zu machen. Das steht im Kontrast zu deutschen Premium-Marken, die weiterhin auf Eigenentwicklungen setzen – und damit höhere Preise in Kauf nehmen.

Der Filante zeigt Renaults pragmatischen Kurs: Wenn der Kunde ein großes Auto bekommt und der Hersteller die Entwicklungskosten im Griff behält, wird kaum jemand klagen. So funktioniert Globalisierung heute – leise, ohne große Parolen.