Porsche Cayenne S Electric
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Porsche Cayenne S Electric: schwer, aber quicklebendig

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 11.03.2026

Porsche hat den Cayenne S Electric enthüllt. Der 2,5 Tonnen schwere SUV beschleunigt so vehement auf 100 km/h, dass selbst die Supercars von gestern alt aussehen. Möglich macht das ein Zweimotoren-Antrieb, der im Alltag 536 PS liefert und per Launch Control auf 657 PS zulegt.

Keine stehenden Starts mehr: 657 PS und Launch Control

Wenn die 435 PS des Basismodells fast schon vernünftig klingen, dreht der Cayenne S den Regler deutlich weiter auf. Sein Zweimotoren-Antrieb stellt im normalen Fahrbetrieb 536 PS bereit. Wer Launch Control aktiviert, bekommt die volle Eskalation: Dann steigt die Leistung auf 657 PS.

Das Ergebnis ist im besten Sinne absurd. Dieses große, schwere SUV sprintet aus dem Stand in nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Solche Werte kennt man sonst von ernsthaften Sportwagen, nicht von einem Auto, das nebenbei auch den Schulweg erledigen könnte. Die Höchstgeschwindigkeit ist, sinnvollerweise, auf 250 km/h begrenzt. Das bleibt auch in der Welt der Elektroautos eine Ansage.

Technik, die unter Druck nicht einknickt

Porsches Ingenieure beließen es nicht bei reiner Kraft. Der Heckmotor erhält eine direkte Ölkühlung, die Wärme in Echtzeit aus den Wicklungen abführt. In der Praxis heißt das: Das Auto verkraftet wiederholte Belastung, ohne dass die Elektronik aus Selbstschutz unauffällig Leistung zurücknimmt.

Eine Siliziumkarbid-Invertereinheit spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Das klingt nach trockener Ingenieurskost, bis man versteht, was dahintersteckt. Sie verarbeitet Ströme von bis zu 620 Ampere und hilft dem Cayenne S Electric, auch unter wirklich fordernden Bedingungen eine stabile, reproduzierbare Performance abzuliefern.

Mehr als Strom: Push to Pass und Active Ride

Wer es etwas theatralischer mag, findet das im Sport Chrono Paket. Die neue Push to Pass Funktion gibt dem Fahrer für zehn Sekunden zusätzliche 120 PS. Das passt für zügige Überholmanöver, oder für Momente, in denen die Vernunft kurz Pause macht.

Auch die übrige Hardware stützt die Eckdaten.

Porsche Active Ride hält die Karosserie in schnellen Kurven in der Waage und verleiht dem Cayenne eine bemerkenswerte Gelassenheit, trotz seiner stattlichen Masse.

Keramikbremsen aus Carbon nehmen sich der unbequemen Wahrheit an, dass dieses Tempo auch entsprechend standfeste Verzögerung verlangt.

Torque Vectoring Plus verteilt die Kraft an das Rad, das sie am besten nutzen kann. Das schärft die Traktion und lässt das Auto präziser wirken, als es seine Größe vermuten lässt.

Neue Ära, ohne Charakterverlust

Der Cayenne S Electric liefert ein ziemlich überzeugendes Argument dafür, dass Elektrifizierung nicht bedeutet, einem Porsche die Seele zu nehmen. Eher im Gegenteil: Er macht den ikonischen SUV der Marke schneller, schärfer und technisch versierter als je zuvor.

Schwer? Ja. Aber langweilig? Nicht im Ansatz.