Polizei stoppte aggressiven Fahrer mit Schusswaffe
In Riga kam es am Sonntagmorgen gegen acht Uhr zu einem Vorfall, bei dem Beamte einen mutmaßlich betrunkenen Fahrer nur mit Dienstwaffe und Taser stoppen konnten.
Die Ereigniskette begann mit einem Hinweis an die Stadtpolizei von Riga auf einen angeblich alkoholisierten Mann am Steuer eines Audi. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, entdeckten sie ein Fahrzeug, das auf die Beschreibung passte. Der Fahrer reagierte sofort: Beim Anblick der Polizei legte er den Rückwärtsgang ein und flüchtete.
Trotz mehrfacher Aufforderungen anzuhalten setzte der Mann seine Flucht fort und führte an einer Kreuzung gefährliche Fahrmanöver aus. Als das Auto kurz zum Stehen kam, versuchte einer der Beamten, die Tür zu öffnen. Der Fahrer beschleunigte jedoch erneut und versuchte, sich den Weg freizumachen, indem er auf den Polizisten zufuhr.
Weil die Gefahr für Menschen in der Umgebung zunahm und der Fahrer an einer weiteren Flucht gehindert werden sollte, setzte einer der Polizisten seine Dienstwaffe ein und schoss mehrfach auf die Reifen des Fahrzeugs. Selbst mit zerstörten Reifen fuhr der Mann noch mehrere Minuten weiter, bevor er schließlich den Innenhof eines Mehrfamilienhauses erreichte.
Als das Auto nicht mehr weiterkam, versuchte der Mann zu Fuß in das Treppenhaus zu fliehen. Die Polizeibeamten überwältigten ihn unter Einsatz körperlicher Gewalt und eines Tasers. Eine anschließende Überprüfung ergab zudem, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß.
Der Fall liegt nun bei der Staatspolizei, die die weiteren Ermittlungen führt.