Polestar 2 wird zur Sportlimousine
Polestar plant einen radikalen Neustart für den Polestar 2. Die leicht Crossover-artige Optik des aktuellen Modells soll verschwinden und einer klassischen Sportlimousinen-Form weichen. Die nächste Generation des Polestar 2 wird für 2027 erwartet und zielt dann direkt auf den BMW 3er.
Das neue Design verantwortet Polestars Designchef Philipp Römers. Seine Ansage ist klar: Die Marke hat die Proportionen bewusst in Richtung einer flacheren, dynamischeren Silhouette geschoben.
Der aktuelle Polestar 2 hängt irgendwo zwischen Schrägheck und Crossover, mit einer Haltung, die ein Stück weit ins SUV-Revier kippt. Die nächste Generation beendet diese Unentschlossenheit und setzt auf eine eindeutige Limousinenform.
Der Schritt ist mehr als Kosmetik. Eine niedrigere, schlankere Karosserie soll Fahrverhalten und Effizienz verbessern. Bei Elektroautos ist Aerodynamik kein Design-Feuilleton, sondern Reichweite in Kilometern.
Größere Karosserie, mehr Platz innen
Der neue Polestar 2 soll außerdem wachsen. Die Gesamtlänge dürfte um rund 100 Millimeter zulegen und bei etwa 4700 Millimetern landen.
Damit steht er klar im Revier klassischer Mittelklasse-Limousinen wie BMW 3er, Tesla Model 3 und Mercedes-Benz C-Klasse.
Das Plus an Länge soll auch einen der häufigsten Kritikpunkte am aktuellen Polestar 2 entschärfen. Hinten war es bislang eng, besonders für größere Passagiere. Ein längerer Radstand und ein größerer Innenraum sollen diese Schwäche endlich abräumen.
Neue Plattform aus dem Geely-Konzern
Technisch soll die nächste Generation auf einer neuen, universellen Architektur aus dem Geely-Konzern aufbauen. Dieselbe Plattform soll mehrere Marken im Verbund tragen, darunter Volvo und Lotus.
Eine gemeinsame Elektro-Architektur verteilt Entwicklungskosten auf mehrere Modelle, ohne dass am Ende alle gleich fahren müssen. Spielraum für unterschiedliche Charaktere und Markenidentitäten bleibt, zumindest auf dem Papier.
Zielpreis um 50.000 Euro
Erste Schätzungen gehen davon aus, dass der neue Polestar 2 bei rund 50.000 Euro startet. Damit würde er direkt gegen die Premium-Elektrolimousinen im Segment antreten.
Wenn er 2027 kommt, wird der Kampf in der elektrischen Mittelklasse noch härter. Tesla, BMW, Mercedes und mehrere chinesische Hersteller drücken in diesen Markt. Polestars Antwort wirkt entsprechend geradlinig: eine schärfere, niedrigere Limousine bauen und den Angriff mitten ins Herz des Segments tragen.