Lexus LM: Neue Reifen senken Geräusche, Preise steigen
Der Lexus LM kehrt mit einem kleinen, aber aussagekräftigen Update zurück. Statt Design oder Leistung anzufassen, senkt Lexus die Geräuschkulisse im Innenraum, verfeinert Komfortdetails im Fond und erhöht die Preise. In dieser Klasse zählen oft Ruhe, Licht und akribische Detailarbeit mehr als zusätzliche Kilowatt. Wohlhabende Käufer suchen selten Leistungsmangel, sondern vor allem eines: Frieden.
Diesmal legt Lexus den Schwerpunkt auf Ruhe und den Fond.
Das Update betrifft vor allem den LM 500h in der viersitzigen Ausstattung Executive. Öffnen die seitlichen Schiebetüren, leuchtet nun eine Bodenbeleuchtung den Bereich unter dem Fahrzeug aus. Im Innenraum hat Lexus die Flaschenhalter im in die Trennwand integrierten Kühlschrank überarbeitet, gewellte Trennstege ergänzt und Klappergeräusche reduziert, die Luxus schnell verdächtig billig wirken lassen. Die USB C Anschlüsse im Fond liefern jetzt zusammen 60 W, sodass sich Laptops parallel zu Smartphones laden lassen.
Die aufschlussreichste Änderung steckt in den Reifen. Lexus führt für Executive und Version L ein neues Profil ein, das die von der Straße in den Innenraum drängenden Geräusche reduzieren soll. Damit baut die Marke auf dem Update für 2025 auf, als sie bereits Innenraumbeleuchtung, Ergonomie und Schalldämmung verbessert hatte. Auf dem Papier ist das ein kleiner Schritt. Für die Passagiere hinten, die flüsternd sprechen und nichts als ihre eigenen Gedanken hören wollen, ist er deutlich relevanter.
Am Antrieb ändert Lexus nichts, beim Preis schon. Der LM 500h bleibt beim 2,4 Liter Turbomotor und zwei Elektromotoren, die Systemleistung liegt weiterhin bei 366 hp oder 273 kW. Die Kraft geht über ein Sechsgang Automatikgetriebe an alle vier Räder, Allradantrieb bleibt Serie. Das aktualisierte Modell ist in Japan bereits im Verkauf. Der sechssitzige Version L startet bei 15,2 Millionen Yen (83.000 Euro), der viersitzige Executive kostet 20,3 Millionen Yen (110.800 Euro). Beide Varianten wurden um 200.000 Yen (1.090 Euro) teurer.
Die aktuelle Generation kam 2023, und Lexus brachte den LM in mehr als 60 Länder, darunter erstmals auch nach Europa und Japan. Das hilft, dieses Update einzuordnen. Lexus wartet nicht auf eine große Modellpflege zur Halbzeit. Stattdessen poliert die Marke den LM Schritt für Schritt, als wüsste sie genau, dass in diesem Segment nicht zwingend ein neuer Kühlergrill entscheidet, sondern wie leise eine Flasche im Kühlschrank an Ort und Stelle bleibt.
Der Lexus LM macht den Prioritätenwechsel ziemlich deutlich. Der Schwerpunkt wandert weg vom Fahrersitz und hin zum Fond, wo Geräuschniveau, Ladeleistung und kleine Komfortdetails inzwischen am meisten zählen.