Kia PV5 Crew verbindet Kastenwagen-Nutzen mit flexibler Mannschaftsbeförderung
Kia erweitert seine PBV-Palette um den neuen PV5 Crew. Die Version lässt sich per Hebel und ohne Werkzeug vom Zweisitzer-Kastenwagen zum Fünfsitzer für den Mannschaftstransport umbauen. Das werkseitig integrierte Konzept richtet sich an Unternehmen, die an einem Arbeitstag sowohl Personen als auch Fracht transportieren müssen.
Kia ergänzt seine PBV-Baureihe um eine flexiblere Variante.
Mit dem PV5 Crew treibt Kia seine Platform Beyond Vehicle-Strategie auf dem europäischen Markt in eine noch praxisnähere Richtung. Die neue Version basiert auf dem PV5 Cargo L2/H1, bietet aber die Möglichkeit, den Innenraum schnell und ohne Werkzeug umzukonfigurieren.
Ein Hebel, zwei Einsatzzwecke: Mit einer einzigen Bewegung werden die Rückenlehne entriegelt, das Sitzpolster geklappt und die Trennwand verschoben. So wechselt das Fahrzeug in kurzer Zeit vom Zweisitzer-Kastenwagen zur fünfsitzigen Kabine. Kia zufolge funktioniert das System ohne Werkzeug und ohne Ausfallzeit.
Im Alltag von Nutzfahrzeugen setzt sich meist die Lösung durch, die Unterbrechungen reduziert, die tägliche Nutzung vereinfacht und mehrere Aufgaben mit einem Fahrzeug abdeckt. Genau auf diese Logik ist der PV5 Crew ausgelegt.
Kia ordnet den PV5 Crew in seine sogenannte Made In Plant-Strategie ein. Das bedeutet, dass der Umbau im Werk erfolgt und nicht erst nachträglich als Zubehör- oder Nachrüstlösung.
Das ist wichtiger, als es zunächst scheint. Eine werkseitige Lösung bedeutet in der Regel eine sauberere Integration und weniger Kompromisse als bei nachträglich umgebauten Nutzfahrzeugen.
Der Laderaum wächst je nach Bedarf. Im Fünfsitzer misst die Ladelänge 1.278 mm, in der Zweisitzer-Konfiguration sind es 1.965 mm. Das Ladevolumen steigt je nach Aufbau von 2,4 auf 3,7 Kubikmeter.
Zusätzlich verbaut Kia im Innenraum ein L-Track-Befestigungssystem, mit dem sich Ladung und Zubehör besser sichern lassen. Hinzu kommen Vehicle-to-Load-Anschlüsse im Laderaum sowie ein robuster, rutschhemmender Boden.
Angetrieben wird der PV5 Crew von einer 51,5-kWh-Batterie. Sie ermöglicht nach WLTP eine elektrische Reichweite von bis zu 283 Kilometern, wobei die endgültige Homologation noch aussteht. Die maximale Nutzlast gibt Kia mit 625 Kilogramm an.
Der PV5 Crew nutzt Kias E-GMP.S-Architektur, die das Unternehmen mit Haltbarkeit, Modularität und Konnektivität verbindet, einschließlich der Integration in Flottenmanagementsysteme.
Damit will Kia PBV nicht nur als Projekt für einen elektrischen Transporter verstanden wissen, sondern als modulares Arbeitsmittel für Unternehmen, das in ein größeres Betriebssystem eingebunden ist.
Die Produktion des PV5 Crew soll am 30. April 2026 anlaufen. Einen genaueren Termin für die Markteinführung will Kia zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Für Unternehmen, die ein Fahrzeug ohne großen Aufwand für mehrere Aufgaben einsetzen wollen, dürfte diese Flexibilität besonders relevant sein.