Jaguar new GT
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Jaguars neuer elektrischer Viertürer-GT verspricht mehr als 1.000 PS

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 31.03.2026

Jaguar will zeigen, dass eine radikale elektrische Neuerfindung nicht den Bruch mit der eigenen Geschichte bedeuten muss. Zu Beginn der Entwicklung des neuen elektrischen Luxus-Viertürer-GT schickte die Marke ihre Ingenieure deshalb zurück ans Steuer alter Ikonen wie E-Type, XJS und XJ Coupé. Das Modell soll im September seine öffentliche Premiere feiern.

Jaguar beschreibt das Lastenheft für den neuen elektrischen GT als in der Theorie einfach, in der Praxis aber schwierig. Das Auto sollte schnell, kultiviert und komfortabel sein, ohne dass eine dieser Eigenschaften die anderen überlagert. Um dieses Ziel zu erreichen, absolvierte das Unternehmen 2023 ein internes Programm, bei dem Ingenieure den XK120, den E-Type, das XJ Coupé V12, den XJS und den XJ Series I fuhren. Nach Angaben von Jaguar kristallisierten sich dabei jene Eigenschaften heraus, die die Marke nun wieder als Teil ihrer DNA beansprucht: Leistung mit Zurückhaltung und jenes Maß an Würde, das zu einem echten Langstrecken-GT gehört.

Auch formal folgt der Wagen einer vertrauten Linie, allerdings nicht auf billige Weise. Jaguar setzt auf eine lange Motorhaube, eine flache Dachlinie und erkennbar darauf, die Proportionen des generischen modernen Elektroautos zu vermeiden. Der neue GT soll wie ein Jaguar aussehen, nicht wie ein weiteres teures aerodynamisches Gerät. Einen Hinweis auf diese neue Formensprache gab die Marke bereits mit dem Type 00 Concept, das im Dezember 2024 öffentlich vorgestellt wurde.

Technisch kündigt Jaguar einiges an. Der neue GT soll mehr als 1.000 PS leisten und mit drei Elektromotoren, Allradantrieb, intelligenter Momentenverteilung, Luftfederung und aktiven Zweiventil-Dämpfern antreten. Im Februar teilte das Unternehmen mit, dass das Auto mit 150 Prototypen erprobt werde, und bezeichnete das Programm als den umfangreichsten Entwicklungsaufwand in der Geschichte von Jaguar. Genau so spricht ein elektrischer Luxus-GT im Jahr 2026 über sich selbst. Vorerst ist es allerdings noch der Hersteller, der die Argumente liefert, nicht das fertige Auto, das den Beweis antritt.

Ganz ohne Anlass zur Hoffnung sind die ersten unabhängigen Eindrücke dennoch nicht. Autocar beschrieb den in Schweden getesteten Prototyp als flachen Viertürer-GT von mehr als 5,2 Metern Länge, dessen Balance, Lenkgefühl und Fahrwerkskontrolle trotz allem unverkennbar nach Jaguar wirkten, auch wenn das neue Markenbild derzeit deutlich stärker um Aufmerksamkeit ringt als das Auto selbst.