Hyundai bringt virtuelle Gangwechsel in gewöhnliche Elektroautos
Hyundai will das aus dem Ioniq 5 N bekannte System N e-Shift auch auf Elektroautos ohne N-Label ausweiten. Die Software simuliert Schaltvorgänge und Motorgeräusche, um das Fahrerlebnis emotionaler zu machen.
Hyundai will die virtuellen Gangwechsel nicht länger nur als Besonderheit der N-Modelle anbieten. Das Unternehmen plant, die gleiche Lösung auch in leistungsstärkeren normalen Elektroautos einzusetzen. Die Erfahrungen mit dem Ioniq 5 N hätten gezeigt, dass ein Teil der Fahrer in einem Elektroauto ein mechanischeres Fahrgefühl schätzt.
Auf der offiziellen Hyundai-N-Seite zum Ioniq 6 N beschreibt der Hersteller das System N e-Shift als präzise Schaltsimulation, die das Motordrehmoment beeinflusst und nun enger abgestufte, vom Motorsport inspirierte Übersetzungsverhältnisse nutzt. Dasselbe Modell verwendet auch das System N Active Sound+, das die emotionale Bindung zum Auto steigern soll.
Nach Angaben von Hyundai braucht die Lösung genügend Leistungsreserven. Ist ein Auto zu schwach motorisiert, wirkt die simulierte Schaltung nicht überzeugend. Deshalb dürfte N e-Shift vor allem in Elektroautos mit mittlerer und höherer Leistung Einzug halten, nicht aber in Basismodellen.
Nach Ansicht von Hyundai wird es immer wichtiger, wie ein Auto mit seinem Fahrer kommuniziert. Virtuelles Schalten und künstlicher Sound bieten aus Sicht des Unternehmens die Möglichkeit, dem Fahrzeug mehr Charakter zu geben, ohne den mechanischen Antriebsstrang komplizierter zu machen.