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Ferrari Luce
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Ferrari Luce gerät in Namensstreit, nachdem Mazda den alten Luce reaktiviert

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 18.03.2026

Ferrari Luce sollte den hellen Auftakt in die Elektro-Ära der Italiener markieren. Stattdessen sorgt der Name nun für mehr juristische Spannung als für Motorenlärm. Anfang März stellte Mazda in Japan einen Markenantrag für „Luce“, obwohl das Modell, das diesen Namen trug, bereits 1991 auslief. Damit muss Ferrari kurz vor dem Start seines ersten vollelektrischen Modells erst Rechte an der Vergangenheit klären, bevor es die Zukunft verkaufen kann.

Mazda holt einen Namen zurück, den der Markt fast vergessen hatte

Wie CarExpert berichtet, beantragte Mazda den Namen „Luce“ in Japan nur wenige Wochen, nachdem Ferrari den Namen im Februar vorgestellt und der Öffentlichkeit den Innenraum des neuen Modells gezeigt hatte. Mazda nutzte „Luce“ ab den 1960er-Jahren für größere Limousinen, der Name blieb bis 1991 in Produktion. Das bedeutet noch nicht, dass die Japaner einen neuen Luce vorbereiten, doch der Markenschutz wirkt wie ein sehr gezielter Schritt. Der alte Name lag lange unauffällig im Regal, bis Ferrari ihn wieder interessant machte.

Luce soll weiterhin auf die Bühne, zumindest nach Ferraris Lesart

Ferrari bestätigte im Februar, dass sein erstes vollelektrisches Auto „Luce“ heißen wird, das italienische Wort für Licht. Laut Reuters ist die vollständige Enthüllung für den 25. Mai in Rom geplant, der Innenraum stammt von LoveFroms Jony Ive und Marc Newson. Das passte zunächst ins Bild: viel Eleganz, viel Anspruch und fast keine Außenansichten.

Dann änderte sich der Ton. Frühe Berichte erweckten den Eindruck, Mazda könne Ferrari den Namen „Luce“ einfach wegschnappen. Am 17. März erklärte Ferrari jedoch, man halte die Rechte an der Marke „Ferrari Luce“ über eine internationale Registrierung, und die eigenen Vorabprüfungen hätten keine aktiven, kollidierenden Ansprüche ergeben. Damit ist der Streit nicht vom Tisch, aber eine überstürzte Umbenennung wirkt nun deutlich weniger sicher. Wahrscheinlich geht es im Kern um den japanischen Markt, nicht um die ganze Welt.

Namensstreitigkeiten sind in der Autoindustrie nichts Ungewöhnliches

Aufregung um Modellnamen überrascht in der Branche seit Langem kaum noch. 2024 musste Alfa Romeo „Milano“ gegen „Junior“ tauschen, nachdem der ursprüngliche Name in Italien rechtliche und politische Probleme auslöste, weil das Auto in Polen gebaut wurde. Die Logik ist hier ähnlich. Ein guter Name hat echten Wert, besonders wenn eine Marke den Start einer komplett neuen Ära daran aufhängen will.

Heute drehen sich die Debatten nicht nur um Batterien, Software und Reichweite. Manchmal gerät ein großer Produktplan an etwas so Einfachem ins Stolpern wie an einem Namen, den jemand anderes nie ganz vergessen hat. Das sagt einiges über den Markt. Neue Modelle kommen schnell, alte Rechte bewegen sich mit der gelassenen Sicherheit von Dingen, die wissen, dass sie Zeit auf ihrer Seite haben.