Dacia Spring 2026: Mehr Technik, gleicher Preisvorteil
Dacia hat die Bestellbücher für den überarbeiteten Spring geöffnet. Das einst als bescheidener Stadtflitzer bekannte Modell erhält für 2026 mehr als nur ein Facelift: Die Änderungen sind grundlegend. Mit einem Einstiegspreis ab rund 14.490 Euro bleibt der Spring weiterhin eines der günstigsten Elektroautos auf dem Markt.
Die größte Neuerung verbirgt sich unter dem Fahrzeugboden.
LFP-Batterietechnik hält Einzug
Der neue Dacia Spring ist das erste Modell im Renault-Konzern, das auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien setzt. Die Kapazität sinkt zwar leicht von 26,8 auf 24,3 kWh, doch dank gesteigerter Effizienz bleibt die WLTP-Reichweite bei 225 Kilometern.
Gerade im Stadtverkehr ist dieser Wert realistisch. Laut Dacia fahren 75 Prozent der Spring-Besitzer weniger als 30 Kilometer pro Tag. Damit reicht eine Akkuladung fast für eine ganze Woche Pendelverkehr ohne Nachladen.
LFP-Zellen vertragen regelmäßiges Laden auf 100 Prozent deutlich besser als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Das beruhigt in Sachen Langzeitdegradation und hält die Betriebskosten niedrig.
Mehr Leistung, spürbar agiler
Der bisherige 45-PS-Basismotor weicht dem Electric 70 mit 52 kW beziehungsweise 70 PS. Die Beschleunigung legt spürbar zu, und das Einfädeln auf die Autobahn verlangt keine Schachspieler-Voraussicht mehr.
Darüber rangiert der Electric 100 mit 75 kW oder 100 PS. Für ein Auto dieser Größe ist das eine Ansage. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in unter 10 Sekunden – damit ist der Spring mehr als nur ein vorsichtiger Stadtwagen.
Mit DC-Schnellladung von bis zu 40 kW lässt sich der Akku in 29 Minuten von 20 auf 80 Prozent bringen. Das ist alltagstauglich für schnelle Zwischenstopps in der Stadt.
Strukturelle und fahrwerksseitige Verbesserungen
Dacia hat auf frühere Kritik reagiert und echte Hardware-Updates umgesetzt. Erstmals erhält der Spring einen vorderen Stabilisator, was die Kurvenstabilität spürbar verbessert. Die zentrale Karosseriestruktur wurde verstärkt, um das neue Cell-to-Pack-Batterielayout aufzunehmen – das erhöht auch die Gesamtsteifigkeit.
Die Ausstattungen Expression und Extreme rollen nun serienmäßig auf 15-Zoll-Rädern, was Fahrkomfort und Straßenlage auf schlechten Belägen verbessert.
Optisch übernimmt der Spring die Y-förmige Lichtsignatur des aktuellen Duster. Im Innenraum fällt die Veränderung noch deutlicher aus: Ein neuer 10-Zoll-Touchscreen dominiert das Cockpit, und die Extreme-Version bietet das Media Nav Live-System mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto.
Dank V2L-Funktion kann der Akku externe Geräte wie Kaffeemaschinen oder Werkzeuge mit Strom versorgen. Trotz kompakter Maße bietet der Kofferraum 308 Liter Volumen – ein Klassenbestwert auf dem Papier.
Pflichtmäßige Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und Notbremsassistent sind nun serienmäßig und bringen den Spring auf den aktuellen Stand der Sicherheitsvorschriften.
Das Erfolgsrezept bleibt simpel: günstig, effizient und mit ausreichend Technik, um zeitgemäß zu wirken. Der Spring gibt sich weiterhin nicht als Premiumprodukt aus. Er wird einfach erwachsener, ohne seinen Preisvorteil zu verlieren.