CUPRA Raval feiert am 9. April Premiere
CUPRA hat den Endspurt offiziell eingeläutet und bestätigt, dass der Raval am 9. April vorgestellt wird. Das Modell soll die Elektrostrategie der Marke neu ausrichten und CUPRA in ein günstigeres, jüngeres Marktsegment führen. Ganz unbekannt ist der Wagen allerdings nicht mehr: Es gab bereits Vorschauen, getarnte Prototypen und erste Fahreindrücke von Journalisten. Nun muss CUPRA zeigen, was davon den Weg in die Serie geschafft hat.
Nach Darstellung des Unternehmens soll der Raval einen Wendepunkt in der Elektrostrategie von CUPRA markieren. Nüchtern betrachtet ist es ein rund vier Meter langer Elektro-Kleinwagen mit Frontantrieb auf Basis der Volkswagen-Architektur MEB Plus. Seine Aufgabe ist es, das emotionale Markenbild von CUPRA in ein Stadtwagen-Segment zu tragen, das meist von Preis, Kompromissen und viel Kunststoff geprägt ist. Technische Daten, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurden, nennen 4046 Millimeter Länge, 2600 Millimeter Radstand, zwei Batteriegrößen und mehrere Leistungsstufen. Das Topmodell VZ wurde mit 166 kW beziehungsweise 226 PS, einem stärker fahrdynamisch ausgelegten Fahrwerk und einem elektronischen VAQ-Differenzial angekündigt.
Ein zentraler Teil der Geschichte ist die Produktion. Der Raval wird das erste vollelektrische Modell sein, das SEAT und CUPRA in Martorell bauen. Zugleich soll er das erste Fahrzeug der größeren Electric Urban Car Family sein, das Kunden erreicht. Die Auslieferungen sind für diesen Sommer vorgesehen. Dafür hat das Unternehmen am Standort Martorell fast 160.000 Quadratmeter Produktionsfläche angepasst und dort auch mit der Serienmontage von Batteriesystemen begonnen. Anders gesagt: Hier geht es nicht um ein weiteres Konzeptfahrzeug für den Applaus. An ihm hängt ein erheblicher Teil der Glaubwürdigkeit Spaniens als Standort für die Elektromobilitätsfertigung.
Noch im vergangenen Dezember hatte CUPRA erklärt, der Raval werde im März 2026 in Barcelona seine Weltpremiere feiern. Inzwischen steht der offizielle Termin auf den 9. April.
Die bislang veröffentlichten unabhängigen ersten Fahreindrücke deuten darauf hin, dass die Fahrwerksingenieure mehr getan haben, als nur ein lebhaftes Marketingbild zu entwerfen. Top Gear lobte beim Prototypen Traktion, das progressive Lenkgefühl und die neutrale Balance in Kurven. Autocar beschrieb das Auto als beeindruckend reif und stimmig abgestimmt, vielleicht sogar einen Tick zu vernünftig, eher wie ein großes Auto in kleiner Hülle als wie ein wirklich übermütiger elektrischer Hot Hatch. Das passt letztlich zu CUPRA: Der sportliche Anspruch ist da, doch der Hang zur Inszenierung will mitunter noch vor dem Auto selbst auf die Bühne.