Bugatti Veyron EB 16.4
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Bugatti Veyron kehrt als exklusive Hommage zurück

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 05.01.2026

Bugatti setzt auf Emotionen und verlangt dafür einen außergewöhnlichen Preis. Die französische Marke plant, den Namen Veyron wiederzubeleben – nicht für die Massen, sondern für einen streng ausgewählten Kreis von Sammlern. Glaubt man den Quellen, wird Bugatti am 22. Januar, exakt zwanzig Jahre nach dem Debüt des ersten Veyron, einen neuen, ultra-exklusiven Hypercar vorstellen. Das Timing ist kein Zufall, die Botschaft ist unmissverständlich.

Im vergangenen Sommer schlug Bugatti mit dem Projekt Solitaire eine neue Richtung ein. Ziel ist es, Einzelstücke für Kunden zu schaffen, denen gewöhnliche Serienmodelle zu banal erscheinen. Das erste Experiment war der Hypercar Brouillard, ein Unikat, das direkt in einer Privatsammlung verschwand.

Das zweite Solitaire-Projekt bewegt sich auf deutlich sensiblerem Terrain. Insider berichten, dass Bugatti ein Modell vorbereitet, das als direkte Hommage an den Veyron gedacht ist – jenes Auto, das die Regeln für Hypercars neu definierte.

Der Veyron stand nie nur für Geschwindigkeit. Er setzte einen völlig neuen Maßstab. Es war das erste Serienfahrzeug mit mehr als 1.000 PS und das erste, das offiziell die 400-km/h-Marke durchbrach. Noch wichtiger: Bugatti gelang es, extreme Leistung mit echtem Luxus zu verbinden, ohne Kompromisse auf beiden Seiten.

Es überrascht daher kaum, dass der Name Veyron als stärkstes Symbol für das zweite Kapitel von Solitaire gewählt wurde.

Der neue exklusive Hypercar soll wie der Brouillard auf der Chiron-Plattform basieren. Optisch jedoch orientiert er sich bewusst an den Wurzeln der Marke. Die Karosserie zitiert den originalen Veyron 16.4, inklusive der legendären rot-schwarzen Lackierung, die zum Markenzeichen wurde.

Technisch bleibt Bugatti konservativ. Anders als beim neuen Tourbillon setzt das Modell weiterhin auf den aufgeladenen W16-Motor. Die Leistung soll bei rund 1.600 PS liegen – ein Beweis, dass emotionale Geschichten nicht auf Kosten beeindruckender Zahlen gehen müssen.

Die Solitaire-Abteilung plant, pro Jahr maximal zwei solcher Exklusivmodelle zu bauen. Das Tempo ist bewusst gewählt. Bugatti jagt hier nicht dem Fortschritt hinterher, sondern setzt auf Handwerkskunst, Erzählung und Historie.

Der Brouillard zeigte bereits, dass es bei Solitaire nicht um technische Revolution, sondern um ästhetische und philosophische Ansprüche geht. Im Kern war es ein Coupé auf Basis des W16 Mistral, mit Änderungen vor allem beim Design und im Innenraum.

Während die Elektrifizierung Fahrt aufnimmt, besinnen sich Luxusmarken zunehmend auf ihre Ikonen. Bugattis Botschaft ist klar: Dies ist kein Abschied von der Zukunft, sondern ein sorgfältig inszenierter Abschied von der goldenen Ära des Verbrennungsmotors.