Brabus Bodo
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Brabus Bodo: Carbon-Super-GT auf Aston-Martin-Basis mit 1000 PS

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 18.05.2026

Brabus hat den Bodo vorgestellt, einen Gran Turismo auf Basis des Aston Martin Vanquish. Er erhält eine komplett neue Karosserie aus Carbon, einen V12 mit 1000 PS und wird auf 77 Exemplare limitiert. Die Preise beginnen bei 1,3 Millionen Euro.

Brabus hat seinen Ruf vor allem mit extremen Versionen von Mercedes-Benz-Modellen aufgebaut. Der Bodo zeigt jedoch einen breiteren Anspruch. Hier geht es nicht nur um Tuning mit lauteren Abgasanlagen und dunkleren Rädern. Das Projekt rückt die Marke näher an den Karosseriebau heran, also an die klassische Kunst, einer bestehenden Plattform eine neue Hülle, einen neuen Charakter und im Idealfall eine eigene Daseinsberechtigung zu geben.

Den Namen übernimmt das Auto von Brabus-Gründer Bodo Buschmann. Die auf 77 Fahrzeuge begrenzte Produktion verweist auf 1977, das Gründungsjahr des Unternehmens.

Aston-Martin-Wurzeln, Brabus-Identität

Technisch beginnt das Projekt nicht auf einem weißen Blatt Papier. Der Brabus Bodo nutzt die Plattform des Aston Martin Vanquish, die grundlegende Kabinenarchitektur sowie den 5,2-Liter-V12-Biturbo von Aston Martin.

Trotzdem hat Brabus die optische und mechanische Identität des Autos so umfassend verändert, dass die Bezeichnung Karosserie-Kit der Arbeit nicht gerecht würde. Das Unternehmen ersetzt die Vanquish-Karosserie durch neue Carbon-Paneele. Dadurch erhält der Bodo eine deutlich eigenständige Außenform, statt nur eine Auswahl aerodynamischer Anbauteile zu tragen.

Im Innenraum bleibt das Layout erkennbar nahe am Vanquish, Brabus verkleidet die Kabine jedoch mit eigenen Materialien und Details. Berichten zufolge kommen umfangreiche Lederbezüge, Carbon-Elemente und Akzente mit der Signatur von Bodo Buschmann zum Einsatz. Die Botschaft ist recht klar: Brabus verkauft nicht nur Tempo, sondern auch Seltenheit, Inszenierung und das Gefühl eines Auftragsobjekts.

1000 PS und Hinterradantrieb

Der Motor stammt weiterhin von Aston Martins 5,2-Liter-V12-Biturbo, doch Brabus hebt die Leistung auf 1000 PS und das Drehmoment auf 1200 Nm an. Die Kraft gelangt über ein Achtgang-Automatikgetriebe an die Hinterräder.

Die Fahrleistungen fallen entsprechend ernst aus. Brabus nennt 3,0 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, 8,5 Sekunden bis 200 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h. Damit rückt der Bodo näher an die Kategorie der Hyper-GT heran als an die vertraute Welt des Luxus-Coupés.

Zugleich ist es eine bewusst markante technische Entscheidung. 1000 PS ausschließlich an die Hinterräder zu schicken, verleiht dem Bodo eine gewisse Old-School-Attitüde, auch wenn die Elektronik reichlich Arbeit haben dürfte.

Das Fahrwerk muss mehr als nur Leistung beherrschen

Brabus stattet den Bodo mit geschmiedeten 21-Zoll-Rädern vom Typ Monoblock Z GT Shadow Edition und Reifen des Typs Continental SportContact 7 aus. Das Fahrwerk bietet fünf Fahrmodi, die Fahrzeughöhe lässt sich um 25 Millimeter verstellen.

Auch Carbon-Keramik-Bremsen sind an Bord, wobei sie in dieser Klasse weniger wie eine Prestigeoption wirken als wie schlichte Vernunft. Das Auto wiegt rund 1910 Kilogramm, entsprechend zählt Verzögerung ebenso wie Beschleunigung.

Pro Jahr sollen nur 10 bis 15 Fahrzeuge entstehen. Damit könnte sich die gesamte Serie von 77 Autos über mehrere Jahre erstrecken. Knappheit wird also Teil des Geschäftsmodells.

Für den Käufer ist der Brabus Bodo damit nicht mehr nur eine Frage von Leistung, Drehmoment oder der Zeit bis 100 km/h. Er öffnet den Zugang zu einer neuen Ausprägung von Brabus, die mehr sein will als ein Tuner. Das dürfte die interessanteste Performance-Kennzahl von allen sein.