Audi RS 3 competition limited
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Audi RS 3 Competition Limited, das majestätische Finale der Fünfzylinder-Symphonie

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 11.03.2026

Der Audi RS 3 Competition Limited ist zum 50. Jubiläum des Reihenfünfzylinders erschienen. Er wirkt weniger wie ein Sondermodell, sondern eher wie ein Abschiedskonzert, gespielt mit voller Lautstärke.

Ein halbes Jahrhundert schön ungerader Rhythmus

Audis 2,5 TFSI wurde neun Jahre in Folge zum International Engine of the Year gekürt, und der Grund dafür liegt nicht nur in der Trophäensammlung. Seine ungewöhnliche Zündfolge 1 2 4 5 3 sorgt für ein Grollen, das Fans oft als Mini-V10 beschreiben. In der Competition-Limited-Ausführung läuft dieses bekannte Herz zur Hochform auf und liefert 400 PS sowie 500 Nm Drehmoment.

Damit wird der kompakte Geschoss zu etwas wirklich Bissigem. Den Sprint auf 100 km/h erledigt er in nur 3,8 Sekunden. Während die meisten deutschen Performance-Modelle bei 250 km/h höflich Schluss machen, lässt diese limitierte Edition die Nadel bis 290 km/h klettern. Spätestens dann fühlt sich die Autobahn verdächtig nach Tunnel an, und auch die Nervenenden des Fahrers bekommen ihr eigenes Training.

Mehr als Aufkleber, echte Ingenieursbesessenheit

Audi hat den Geburtstag nicht mit ein paar neuen Lackfarben und einem Gedenk-Emblem gefeiert. Der Competition Limited bekam ernsthafte mechanische Zuwendung.

Der RS Torque Splitter, das clevere Hinterachs-Differenzial, kann das gesamte verfügbare Drehmoment an ein einzelnes Hinterrad schicken. Das Ergebnis ist der Drift Mode, der aus einem allradgetriebenen Performance-Hatch etwas deutlich Ungezogeneres macht, ein Auto, das offenbar aktiv daran interessiert ist, zur Unterhaltung aller Beteiligten seine Reifen zu verqualmen.

Dazu rollt er auf Pirelli P Zero Trofeo R, Reifen, die eher für die Rennstrecke als für den entspannten Einkaufstrip gedacht sind. Hinter den Rädern sitzen Carbon-Keramik-Bremsen, bereit, dieses 290-km/h-Projektil wieder einzufangen, bevor die nächste Kurve unangenehme Fragen stellt.

Ein Cockpit mit Kampfjet-Energie

Innen empfängt einen der RS mit RS-Schalensitzen, bezogen mit Dinamica-Mikrofaser und mit Kontrastnähten veredelt. Das Detail, das wirklich zählt, sitzt jedoch auf der Mittelkonsole: die kleine Plakette mit der Aufschrift 1 von 300, oder der jeweils relevanten regionalen Produktionszahl. Dieses Auto war vom ersten Moment an selten.

Audi hat dem Virtual Cockpit außerdem neue Grafiken spendiert, darunter Anzeigen für g-Kräfte, Rundenzeiten und Beschleunigungsdaten. Das ist ausgesprochen nützlich, wenn man sich gern wie ein Rallyefahrer fühlt, der irgendwie falsch abgebogen ist und am Ende im Berufsverkehr gelandet ist.

Leb wohl, alter Freund?

Da die europäischen Emissionsvorschriften weiter anziehen, ist es gut möglich, dass dieser RS 3 der letzte seiner Art ist. Das verleiht dem Competition Limited ein anderes Gewicht. Es ist nicht nur eine Geburtstagsfeier. Es wirkt wie ein Dankeschön von Audi an den Motor, der mitgeholfen hat, die Quattro-Legende aufzubauen.

Roh, satt und technisch kompromisslos ist das eine Maschine für Menschen, denen das Bündnis aus Mechanik und Emotion mehr bedeutet als die Größe eines Bildschirms. Und wenn das tatsächlich das Ende ist, hätte Audi kaum einen lauteren, stolzeren Abgang wählen können.