Aston Martin @ Monterey Car Week
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Aston Martin schlägt mit drei DB12 S Coupés die Brücke zu seinen Le-Mans-Rennwagen von 1950

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 11.08.2026

Aston Martin bringt drei Q by Aston Martin DB12 S Coupés zur Monterey Car Week, die jeweils als Hommage an die für die 24 Stunden von Le Mans 1950 gebauten DB2-Rennwagen gestaltet sind. VMF 63, VMF 64 und VMF 65 kombinieren den 515 kW starken V8-Antrieb des DB12 S mit drei historischen Farbschemata und wurden anlässlich des 75. Pebble Beach Concours d’Elegance geschaffen.

Als Inspiration dienen drei DB2-Rennwagen mit den britischen Kennzeichen VMF 63, VMF 64 und VMF 65. Aston Martin baute sie für die 24 Stunden von Le Mans 1950. Bis in die frühen 1950er-Jahre hinein nahmen sie sowohl als Werkswagen als auch in privater Hand weiterhin an Rennen teil.

Im Aston-Martin-Werksteam von 1951 ließen sich die drei DB2 an der Farbe ihrer Kühlergrills unterscheiden. Q by Aston Martin hat diese Idee nun auf den modernen DB12 S übertragen.

Schwarze Karosserie mit drei historischen Akzentfarben

Alle drei DB12 S Coupés sind in Carbon Black lackiert. VMF 63 erhält Akzente in Rosso Red, VMF 64 in Speed Yellow und VMF 65 in Ellwood Blue. Die Akzentfarben finden sich an den Lamellen des Kühlergrills und den lackierten seitlichen Strakes aus Kohlefaser wieder. Zudem versieht Q die vorderen Kotflügel mit runden Startnummerngrafiken „75“. Am Heck besitzt jedes Fahrzeug ein lackiertes Aeroblade aus Kohlefaser sowie eine Foliengrafik mit der Silhouette eines DB2.

Q versucht nicht, die Form eines DB2 von 1950 an einem modernen Fahrzeug nachzubilden. Stattdessen stellen historische Farben und sorgfältig ausgewählte optische Details eine direkte Verbindung zwischen jedem neuen DB12 S und einem der ursprünglichen Rennwagen her.

Im Innenraum setzt sich dieser Ansatz fort. Die Rückenlehnen der Vordersitze tragen farblich abgestimmte Stickereien der Aston Martin Wings und dezente, gestickte DB2-Silhouetten, während die hinteren Rückenlehnen mit runden „75“-Grafiken versehen sind. Der Start-Stopp-Drehschalter und die Spitzen der Schaltwippen sind ebenfalls in der jeweiligen Akzentfarbe lackiert. Individuell gestaltete „75“-Einstiegsleisten runden das historische Thema ab.

Die Technik entspricht dem serienmäßigen DB12 S

Aston Martin hat für das VMF-Trio keine individuellen Änderungen an Motor oder Fahrwerk angekündigt. Den veröffentlichten Spezifikationen zufolge behalten die Fahrzeuge daher das serienmäßige Technikpaket des DB12 S. Unter der Haube arbeitet ein 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 515 kW und 800 Nm. Die Kraft gelangt über ein hinter der Fahrzeugmitte montiertes Achtgang-Automatikgetriebe von ZF und ein elektronisch geregeltes Hinterachsdifferenzial an die Hinterräder.

Der DB12 S beschleunigt in 3,5 Sekunden von 0–100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Gegenüber dem regulären DB12 steigt die Leistung von 500 kW auf 515 kW, während das Drehmoment unverändert 800 Nm beträgt. Die Zeit für den Sprint von 0–100 km/h verbessert sich um eine Zehntelsekunde, die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei 325 km/h.

Das S-Modell bietet mehr als nur zusätzliche Motorleistung

Die Modifikationen des DB12 S gehen weit über die Mehrleistung hinaus. Aston Martin hat die Schaltzeiten um mehr als 50 Prozent verkürzt, eine S-spezifische Gaspedalabstimmung eingeführt und die adaptiven Bilstein-DTX-Dämpfer, die Lenkunterstützung sowie das elektronische Hinterachsdifferenzial neu abgestimmt.

Ein steiferer Hinterachsstabilisator hilft, Karosseriebewegungen zu kontrollieren. Überarbeitete Sturz-, Spur- und Nachlaufeinstellungen sollen das Ansprechverhalten der Vorderachse und die Agilität insgesamt verbessern.

Carbon-Keramik-Bremsen gehören zur Serienausstattung. Die vorderen Scheiben haben einen Durchmesser von 410 mm, die hinteren von 360 mm. Aston Martin gibt gegenüber einer vergleichbaren Stahlbremsanlage eine Verringerung der ungefederten Massen um 27 kg an.

Eine optionale Titanabgasanlage spart gegenüber der serienmäßigen Edelstahlanlage weitere 11,7 kg ein.

Im europäischen WLTP-Zyklus weist das DB12 S Coupé offiziell einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 11,9 l/100 km und CO2-Emissionen von 269 g/km aus.

Beim VMF-Trio steht die Handwerkskunst von Q im Mittelpunkt

Die drei Fahrzeuge für Monterey erhalten weder mehr Leistung noch eigenständige Fahrleistungswerte, die über jene des serienmäßigen DB12 S hinausgehen. Ihr Reiz liegt vielmehr in der maßgeschneiderten Arbeit von Q by Aston Martin und der direkten Verbindung zu drei konkreten historischen DB2-Rennwagen. VMF 63, VMF 64 und VMF 65 sind daher eher als Sammlung aus drei Fahrzeugen denn als neue Variante des DB12 S zu verstehen.

Aston Martin hat weder Preise für das Trio noch eine größere Produktionsserie mit demselben VMF-Thema angekündigt. In Monterey sollen die Fahrzeuge demonstrieren, wie weit das Q-Programm den Charakter eines bestehenden Serienmodells verändern kann, ohne dessen technische Basis anzutasten.

Genau das macht die drei Fahrzeuge interessant. Der 515 kW starke V8 und die Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h entsprechen der Serientechnik des DB12 S. Die roten, gelben und blauen Details verbinden jedoch jedes Fahrzeug unmittelbar mit Aston Martins Le-Mans-Geschichte von 1950, ohne die historischen Rennwagen lediglich zu imitieren.