Acura Integra Type S DE5
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Acura bringt Kaysha Love als Fahrerin des offiziellen MDX Type S Pace Cars nach Pikes Peak, Integra jagt den Frontantriebs-Rekord

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 16.06.2026

Acura reist zum Pikes Peak International Hill Climb am 21. Juni mit zwei klaren Schwerpunkten an. Team-USA-Bobpilotin Kaysha Love fährt das offizielle Pace Car, einen Acura MDX Type S, während Dai Yoshihara im Acura Integra Type S DE5 den Pikes-Peak-Rekord für Fronttriebler angreifen soll.

Von der Bobbahn auf den Berg

Bei der 104. Ausgabe des Pikes Peak International Hill Climb setzt Acura Kaysha Love ans Steuer des offiziellen Pace Cars. Love ist zweifache US-Olympiateilnehmerin, Bobpilotin im Team USA und Monobob-Weltmeisterin 2025. Sie fährt einen Acura MDX Type S mit rot-weiß-blauer Lackierung den Berg hinauf, inspiriert vom Bobteam der USA.

Love wechselte 2020 zum Bobsport, nachdem sie zuvor im Turnen sowie in der Leichtathletik aktiv war. Acura zufolge ist sie außerdem eine der Athletinnenbotschafterinnen der Marke. Die Ingenieure des Unternehmens haben zudem gemeinsam mit USA Bobsled/Skeleton an einer besseren Performance der Schlitten gearbeitet.

Der Integra Type S greift den Frontantriebs-Rekord an

Im Mittelpunkt von Acuras Pikes-Peak-Programm steht der Rennwagen Integra Type S DE5. Gesteuert wird er von Dai Yoshihara, einem Klassensieger am Pikes Peak und zweimaligen Formula-Drift-Champion. Acura hat den Frontantriebs-Rekord von 10:48,094 im Visier, aufgestellt 2018 von Acura-Ingenieur Nick Robinson in einem 500 PS starken Acura TLX.

Der Integra Type S DE5 basiert auf dem Serienmodell, wurde von Honda Racing Corporation USA für den Renneinsatz jedoch umfassend überarbeitet. Unter der Haube arbeitet ein modifizierter 2,0-Liter-Turbomotor vom Typ K20C8 mit mehr als 360 PS. Die Kraft gelangt über ein sequenzielles Sechsganggetriebe mit Schaltpaddles an die Vorderräder. Für die dünne Bergluft in Pikes Peak bekommt das Auto einen größeren Ansaugtrakt, überarbeitete Ladeluftleitungen, einen leichteren Ladeluftkühler und eine Borla-Abgasanlage mit drei Zoll Durchmesser.

Pikes Peak fordert Ingenieure so sehr wie Fahrer

Für Acura ist Pikes Peak mehr als ein Bergrennen, es ist ein Technik-Schaufenster mit kaum Spielraum für Schwächen. Der Kurs deckt jede Schwäche bei Kühlung, Aerodynamik, Bremsen und Reifen auf. Das Rennen führt über eine 12,42 Meilen lange Strecke, also fast 20 Kilometer, mit 156 Kurven. Die Startlinie liegt auf 9.390 Fuß, also 2.862 Metern, das Ziel auf 14.115 Fuß, beziehungsweise 4.302 Metern.

Acura jagt die eigene Bestmarke

Für Acura ist Pikes Peak in diesem Jahr in erster Linie kein direkter Schlagabtausch mit einem externen Rivalen. Vielmehr bietet sich die Gelegenheit, die eigene technische Grenze weiter nach oben zu verschieben. Acura tritt in diesem Jahr zum 16. Mal in Folge am Pikes Peak an. Zu Buche stehen 12 Klassensiege, mehr als 30 Podiumsplätze und mehrere Streckenrekorde.

Das Programm wirkt auch über die reine Zeitnahme hinaus. Sollte Yoshihara den Rekord im Integra Type S DE5 unterbieten, könnte Acura die Geschichte eines seriennahen Performance-Modells, der Performance-Parts-Kompetenz von HRC und der Olympia-Partnerschaft in einem Auftritt zusammenführen. Selbst wenn der Rekord außer Reichweite bleibt, bietet die Veranstaltung der Marke mit MDX Type S und Integra Type S noch immer eine sehr sichtbare Bühne bei einem der bekanntesten Motorsportevents der USA. So oder so bleibt Pikes Peak ein brutal ehrlicher Härtetest für die Technik.